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Tooltip Categories: Dichtungstechnik

Topfzeit

Unter Topfzeit versteht man die Verarbeitbar-keitsdauer von reaktiven Materialien wie z. B. Kleb- oder Dichtstoff. Sie wird bisweilen auch „Gebrauchsdauer“ genannt. Es ist also die Zeit zwischen dem Anmischen einer mehrkomponentigen Substanz und dem Ende ihrer Verarbeitbarkeit, sozusagen die Zeitspanne, in der sich die Substanz noch „aus dem Topf nehmen“ und verarbeiten lässt.

Teilkristallin

Einen Feststoff, welcher sowohl kristalline als auch amorphe Bereiche (Domänen) enthält, bezeichnet man als teilkristallin. Der Begriff teilkristallin spielt im Wesentlichen in der Polymerphysik eine Rolle. Kühlt man die Schmelze eines Polymers ab, so bewegen sich die Ketten immer weniger und beginnen sich regelmäßig anzuordnen (kristallisieren). Da die Ketten aber ineinander verschlauft sind, kann dieser Prozess nicht in der ganzen Probe stattfinden, sondern nur in Domänen.

Stick-Slip-Effekt

Der Stick-Slip-Effekt (von englisch stick „haften“ und slip „gleiten“) bzw. Haftgleiteffekt bezeichnet das Ruckgleiten von gegeneinander bewegten Festkörpern. Der Effekt kann auftreten, wenn die Haftreibung merklich größer ist als die Gleitreibung. Dabei üben gedämpft gekoppelte Oberflächenteile eine schnelle Bewegungsfolge aus Haften, Verspannen, Trennen und Abgleiten aus. Der Effekt verschwindet, sobald die Reibpartner durch z. B. einen Schmierstoff vollständig getrennt werden (hydrodynamische Gleitreibung).

Siloxane

Siloxane sind organische Siliziumverbindungen, also Verbindungen der Elemente Silizium (Si), Sauerstoff (O), Kohlenstoff (C) und Wasserstoff (H). Siloxanverbindungen werden rein synthetisch hergestellt; es gibt keine natürlichen Vorkommen. Man unterscheidet lineare (z. B. L3, L4, L5) und zyklische (z. B. D4, D5 und D6) Siloxane.

Silikat

Silikate sind die Salze der Kieselsäure und gehören zur Gruppe der gesteinsbildenden Minerale.

Setzverhalten

Das Setzverhalten einer Dichtung ist der Dickenschwund nach ausgeübter Pressung auf die Dichtung. Dicke Dichtungen haben einen höheren absoluten Setzbetrag als dünne Dichtungen. Aus diesem Grund ist die verbleibende Schraubenkraft bei dünnen Dichtungen größer als bei dicken Dichtungen. Eine Abweichung von der Standarddicke der Dichtung kann sich je nach Einsatz sowohl positiv als auch negativ auswirken.

Schrumpfung

Unter Schrumpfung versteht man bei Dichtungswerkstoffen gewollte und ungewollte Volumenänderungen.

Schraubenkräfte

Für die Berechnung von Schraubenkräften und Anzugsmomenten ist die Kenntnis von Materialgüte und Schraubengröße unerlässlich. Für die Dichtigkeit einer Flachdichtung ist die Flächenpressung, die durch die Schraubenkraft auf die Dichtung aufgebracht wird, von fundamentaler Bedeutung.

Scherkräfte

Scherkräfte sind Kräfte, die aus entgegengesetzten Richtungen auf einen Gegenstand wirken.

RTV-Silikon

Bei Raumtemperatur vulkanisierender Kleber, also ein gebrauchsfertiger Silikon-Kautschukkleber, der ohne Vernetzer auskommt.


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